Wer kennt es nicht, da rückt die Weihnachtszeit immer näher und die Einkäufe der Weihnachtsgeschenke für die Liebsten soll jetzt so langsam mal in Angriff genommen werden.

Die Vorfreude auf eine weihnachtlich beleuchtete Fußgängerzone, Einkaufspassage oder auf einen weihnachtlich geschmückten und beleuchteten Weihnachtsmarkt wächst in diesem Zusammenhang.

Viele Menschen freuen sich auf die Weihnachtsbeleuchtung, die weihnachtliche Atmosphäre und diesen besonderen weihnachtlichen Duft in Fußgängerzonen, Einkaufspassagen und Weihnachtsmärkten.

Machen Sie sich Gedanken wer das alles bezahlt ?

Ich ehrlich gesagt nicht, für mich war es immer eine Selbstverständlichkeit das es so ist. Die Städte, Gemeinden und Geschäfte werden schon so viel Geld übrig haben, das diese weihnachtliche Atmosphäre geschaffen werden kann.

Aber ist es wirklich so ?

Vorweg, ich will hier definitiv nicht beurteilen, wer wie viel Geld übrig hat.

Sondern einfach darauf aufmerksam machen, das immer mehr Städte und Gemeinden Probleme bekommen bei der Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung in Fußgängerzonen oder Einkaufspassagen. Genauso wie immer öfters Probleme entstehen bei der Realisierung von Weihnachtsmärkten.

Weihnachtsbeleuchtung - Weihnachtsmarkt in BaselDiverse Berichte habe ich in den letzten Wochen und Monaten gelesen und immer wieder kommt zum Vorschein das wir teilweise selber Schuld daran sind.

Ein erster Grund liegt am " Kundenschwund " in den Innenstädten bzw. Fußgängerzonen der Städten und Gemeinden.

Immer mehr Kunden besuchen die großen Einkaufszentren außerhalb der Stadt bzw. Gemeinde und schwächen damit die eigene regionale Wirtschaft bzw. die Inhabergeführten Geschäfte in den Städten und Gemeinden.

Dieser Kundenschwund war bzw. ist auch schon Schuld daran, das viele Inhabergeführte Geschäfte in den Städten und Gemeinden in den letzten Jahren aufgeben mussten.


Ein weiterer Grund liegt anscheinend an der Nichtbeteiligung der anfallenden Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung bzw. Weihnachtsmärkte.

Auszug aus einem Stadtmarketing Bericht:

… überall gibt es immer weniger Inhabergeführte Geschäfte, stattdessen mehr Filialen großer Ketten, die sich in aller Regel weniger stark einbringen als lokale Einzelkämpfer. …

Quelle: IHK niedersächsische Wirtschaft

Was kann man dagegen machen ?

Fangen wir doch einfach mal vor unserer eigenen Haustür an.

Gibt es bei Ihnen in der Stadt, in dem Dorf oder in Ihrer Gemeinde noch Inhabergeführte Geschäfte. Dann sollten wir darüber nachdenken ob wir nicht auch dort unsere Produkte bekommen die wir benötigen.

Ok, jetzt kommt vielleicht das Argument, " dort ist alles etwas teurer ", aber bei den heutigen Spritpreisen rechnet sich auch langsam der Weg wieder zu den Inhabergeführten Geschäften.

Denken Sie doch mal darüber nach, ich werde es jedenfalls tun.

Städte und Gemeinden müssen Ihre Konzepte überdenken.

Sicherlich müssen auch die Städte und Gemeinden über andere Konzepte nachdenken.

Hier ein paar " Weihnachtsbeleuchtung – Weihnachtsmarkt Brainstorming Ideen ":

  • Sollte die Weihnachtsbeleuchtung vielleicht schon rechtzeitig auf LED Technik umgestellt werden um Stromkosten einzusparen.
  • Ist Ihr Weihnachtsmarkt Kindgerecht oder gibt es nur Glühwein, Würstchen und Kaufbuden.
  • Zeigen Sie, wer sich für das weihnachtliche Ambiente in Ihrer Stadt oder Gemeinde einsetzt.
  • Verpflichten Sie die Ketten oder die Besitzer der Immobilien sich anhand der Verkaufsfläche zu beteiligen, denn auch diese profitieren davon.

Sicherlich gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten, aber vielleicht bieten diese paar Grundideen schon mal einen Denkanstoß.


Eine Weihnachtsbeleuchtung und oder ein Weihnachtsmarkt gehört einfach zur Weihnachtszeit.

Weihnachtsbeleuchtung auf dem Weihnachtsmarkt in Luebeck

Bild © Sven-Erik Arndt - Lübeck Stadtmarketing

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